Gestern (19.07.2022) wurde die Feuerwehr Alsdorf zu einem Feldbrand zwischen der B 57 und dem Ortsteil Duffesheide alarmiert. Die Leitstelle alarmierte zunächst die Hauptwache und einen oder mehrere Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatte sich der Brand durch den Wind bereits auf ein an der Straße Radsberg stehendes Gebäude eines Bauernhofes und eine Strohmiete ausgebreitet. Die Rückmeldungen sorgten für die Auslösung des Vollalarmes für die Feuerwehr Alsdorf. Ebenfalls wurden überörtliche Kräfte aus der gesamten

Einsatzbesprechung der Einsatzleitung vor dem ELW 2

Städteregion und dem benachbarten Kreis Heinsberg alarmiert. Ebenfalls wurde Luftunterstützung in Form der Hummel (Hubschrauber der Landespolizei) und der Drohneneinheit der Städteregion angefordert um Glutnester besser erkennen zu können. Zur Führung des Einsatzes wurde der in Alsdorf stationierte ELW 2 der IuK Einheit (Informations und Kommunikationseinheit) der Städteregion alarmiert. Kreisbrandmeister Thomas Sprank rückte ebenfalls aus.

Wegen der Rauchentwickelung und des enormen Kräftebedarfs sperrte die Polizei den Duffesheider Weg und die B 57. Nicht einmal Anwohner wurden hier durchgelassen, wie und berichtet wurde, was sich aber nicht überprüfen lässt. Ebenfalls mussten einige Anwohner des Radsberg wegen der Rauchentwickelung ihre Häuser verlassen. Die Bevölkerung wurde über die WarnApp NINA des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gewarnt.

Durch den massiven Einsatz von Löschwasser konnte das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht werden. Eine Strohmiete und die Trümmer eines Schuppens brennen jedoch weiterhin. Hier stellte die Wasserversorgung jedoch ein ernstes Problem dar, weil in Duffesheide nur wenige Hydranten existieren, an der B 57 sogar keine.

Ein LF bezieht Wasser aus einem Güllefass über einen Pufferbehälter

Die Einsatzleitung löste dieses Problem über einen Pendelverkehr mit Güllefässern von Landwirten. Diese wurden an Hydranten befüllt und leerten ihr Wasser in Pufferbehälter an den Fahrzeugen.

Ein Güllefass wird aus einem Hydranten befüllt

 

 

 

 

 

Die Bewohner des Hofes waren glücklicherweise nicht im Haus. Wegen des Windes musste jedoch mit einem Wiederaufflammen des Brandes gerechnet werden. Die Feuerwehr traf deshalb Vorkehrungen um die Wohnhäuser gegen das Feuer zu verteidigen.

Die Feuerwehrleute trugen während  des Einsatzes teilweise Filtermasken, wegen des hohen Bedarfs an ABC-Filtern wurde der Gerätewagen Atemschutz der Städteregion aus Würselen alarmiert.

 

Im weiteren Verlauf des Einsatzes konnte der Pendelverkehr in immer größeren Umfang über eine Wasserversorgung über lange Wegstrecken ersetzt werden. Zuerst im Bereich der B 57, hier wurde die Leitung vom Kreisverkehr in Würselen-Birk kommend gelegt.

Das Einsatzfahrzeug der Drohneneinheit

Die Hummel wurde durch die Drohneneinheit abgelöst und konnte nach Düsseldorf zurückfliegen.

Während des Einsatzes wurden sieben Personen verletzt, unter ihnen vier Feuerwehrleute. Zwei sogar so schwer, dass sie in ein Krankenhaus gebracht werden mussten. Laut Aussage von Feuerwehrsprecher Andreas Wolf wurden alle durch die Hitze verletzt.

Feuerwehrleute vor dem abgebrannten Feldstreifen

Nach bisherigem Erkenntnisstand der Polizei haben ca. 2,5 Hektar eines abgeernteten Feldes aus ungeklärter Ursache Feuer gefangen.

Die Evakuierten wurden durch die Notfallseelsorge betreut, diese war mit mindestens 8 Kräften im Einsatz.

Die Notfallseelsorge wird über die weitere Einsatzentwickelung gebrieft

Insgesamt waren gegen 18:00 über 100 Feuerwehrleute aus der gesamten Städteregion im Einsatz. Die Kräfte der Feuerwehr Alsdorf wurden zunehmend durch überörtliche Kräfte abgelöst, da die Kräfte der Feuerwehr Alsdorf bis an ihre Belastungsgrenze und darüber hinaus gearbeitet hatten.

Bei der enormen Belastung durch die Hitze war die Einsatzkleidung der Feuerwehr Alsdorf wenig vorteilhaft. Zwar existiert ein Zweitsatz an Kleidung für den Außenangriff und die technische Hilfeleistung, dieser besteht jedoch aus der ausgemusterten Brandschutzkleidung der vorherigen Generation an Schutzkleidung. Gleichzeitig ist die gewöhnliche Tagesdienstkleidung vieler Feuerwehren nicht sicher gegen Funkenflug was ihren Einsatz ausschließt.

Der Rettungsdienst stand mit drei RTW und dem Leitenden Notarzt sowie dem Organisatorischen Leiter bereit um eventuelle Notfälle zu behandeln.

Der Kommandowagen des LNA

Der THW OV Alsdorf ist zur Eigentumssicherung im Einsatz.

Wir berichtenheute zu gegebener Zeit weiter hierüber.

Redaktion: Blaulicht Aachen

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