Wie bereits am 18.07.2022 wurde die Feuerwehr Aachen zu einem Feuer mit Menschenleben in Gefahr auf der Nordstraße alarmiert. Laut dem ersten Anrufer sollte Rauch in großen Mengen aus den Fenstern des ersten Stockwerkes austreten. Die Leitstelle alarmierte zunächst mit dem Stichwort Zimmerbrand, folglich wurden zwei Löschzüge und mindestens ein Rettungswagen mit Berufsfeuerwehrmännern als Besatzung alarmiert.

Noch während der Anfahrt der zunächst alarmierten Kräfte wurde die Leitstelle durch einen weiteren Notruf darüber informiert, dass sich noch eine Person im Dachgeschoss befand. Die Leitstelle erhöhte die Alarmstufe auf Feuer SOS-Menschenleben in Gefahr, folglich wurde ein weiterer Löschzug alarmiert.

Die ersteintreffenden Feuerwehrleute leiteten sofort eine Menschenrettung über zwei Hubrettungsbühnen sowie die Brandbekämpfung ein. Im Laufe des Einsatzes wurden insgesamt sechs Personen durch Trupps der Feuerwehr gerettet und zur  Sichtung an den Rettungsdienst übergeben. Zwei der Personen befanden sich im Dachgeschoss, vier weitere wurden aus der Brandwohnung gerettet. Der Rettungsdienst wurde durch die  Notfallseelsorge bei der Betreuung unterstützt.

Es wurden zwei Trupps im Innangriff eingesetzt. Hierbei wurde ein Feuerwehrmann leicht verletzt und sicherheitshalber in ein Krankenhaus eingeliefert. Glücklicherweise konnte er noch am gleichen Tag wieder entlassen werden.Das Feuer konnte schnell gelöscht und das Gebäude, die Brandwohnung und die Dachhaut wurden mit Hilfe einer Wärmebildkamera kontrolliert. Es wurden umfangreiche Lüftungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Feuerwehr war mit zwei Löschzügen der Berufsfeuerwehr (Hauptwache und  Feuer und Rettungswache Süd), der Löschzug Brand der Freiwilligen Feuerwehr und der E-Dienst als Einsatzleitung. Von rettungsdienstlicher Seite waren vier RTW, davon mindestens einer mit Feuerwehrbeamten besetzt für denSicherheitstrupp. Zusätzlich waren ein NEF und der Leitende Notarzt im Einsatz.

Insgesamt waren 53 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes der Stadt Aachen im Einsatz.

Durch die Energieversorger wurde das Gebäude stromlos geschaltet und die Gasversorgung getrennt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittelungen zur Brandursache aufgenommen, in den nächsten Tagen wird es zu einer Begehung der Brandstelle durch die  Kriminalpolizei und einen Brandsachverständigen kommen.

Das Gebäude ist bis auf weiteres unbewohnbar.

Redaktion: Leo  M. Schmelcher

 

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