Um 23:17 bemerkte ein Triebfahrzeugführer der Linie RE 1 während der Einfahrt in den Bahnhof Aachen Rothe Erde eine Person im Gleisbett. Er leitete umgehend eine Schnellbremsung ein, konnte  jedoch ein Erfassen der Person nicht mehr verhindern. Er verständigte umgehend die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Um 23:19 traf diese  Meldung in den Leitstellen der Bundespolizeiinspektion Aachen und der Städteregion Aachen ein.

Durch die  Leitstelle der Städteregion wurden umgehend der Rüstzug der Feuer und Rettungswache  1, der Rettungsdienst  mit mindestens einem RTW und einem NEF sowie Einheiten der Feuer und Rettungswache 3 alarmiert. Darunter sehr wahrscheinlich der Abrollbehälter Bau/Rüst der auch den Rüstsatz Schiene für die Stadt Aachen transportiert.Durch die Deutsche Bahn wurde ein Notfallmanager alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Einheiten der Feuer und Rettungswache 1 stellte sich die Lage so dar, dass die Person nicht wie ursprünglich gemeldet unter dem Zug befand, die weiteren Einheiten konnten somit die Anfahrt abbrechen.

Die Feuerwehr führte eine Erstversorgung des lebensgefährlich Verletzten 50-jährige Mannes durch. Anschließend wurde der Patient aus dem Gleisbereich gerettet. Hierbei kam wahrscheinlich eine Schaufeltrage zum Einsatz wie sie auch bei anderen Unfällen mit möglichen Wirbelsäulenverletzungen zum einsatz kommt. Allerdings ist hier mehr Personal notwendig, da der Patient aus dem Gleisbereich auf den Bahnsteig und von dort zum Rettungswagen auf der Straße getragen werden muss. Dies sollte ohne Stöße oder Ruckeln erfolgen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Abhnhofsaufzüge in den meisten Fällen nicht zum Transport eine Fahrtrage geeignet sind.

Da bislang laut dem Pressesprecher der Bundespolizei, Herrn Bernd Küppers nicht geklärt ist wie die Person in das Gleisbett gelangt ist ermittelt die Bundespolizei in alle Richtungen (Unfall, Vorsatz  anderer, …).

Der Triebfahrzeugführer wird in solchen Fällen entweder durch die Notfallseelsorge oder durch Personal des eigenen Unternehmens betreut. Er wird zudem abgelöst.

Die Bundespolizei sucht Zeugen, die am 13.07.22 vor 23:19 Uhr Beobachtungen am Bahnhof Rothe-Erde gemacht haben, die in Verbindung mit dem Vorfall stehen könnten.

Sachdienliche Angaben können unter der bundesweit geschalteten Hotline der Bundespolizei: 0800 6 888 000 oder jeder anderen Polizeidienststelle gemacht werden.

                               Beachten Sie: Wenn Sie Suizidgedanken verspüren, bekommen sie bei der Telefonseelsorge kostenlose und anonyme Hilfe. Tel.: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Sprechen Sie noch heute mit jemanden, der Sie beratenkann!

Wenn Sie den Verdacht haben, dass sich ein Mensch das Leben nehmen möchte, rufen Sie den Notruf der Polizei 110 oder den Europaweiten Notruf 112 an.

 

 

 

 

 

Redaktion: Leo M. Schmelcher

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