Laut Informationen der Polizei Aachen wurde heute Mittag ein verdächtiger Gegenstand im Verwaltungsgebäude Hackländerstraße im Bereich des Bürgertestzentrums aufgefunden. Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um eine Bombe handelte. Das Gebäude musste evakuiert werden.

Ein Großeinsatz vor allem der Polizei, teilweise aber auch des Ordnungsamtes und Feuerwehr war die Konsequenz. Um Gefahren für die Bevölkerung zu verhindern mussten die Hackländerstraße und der zwischen dem Gebäude und dem Bahndamm verlaufende Weg gesperrt werden. Die Feuerwehr war mit einem Einsatzleitwagen und einem Rettungswagen mit Besatzung des Deutschen Roten Kreuzes zur Absicherung der Polizeikräfte vor Ort.

Der ELW der Feuerwehr

 

Die Polizei forderte zusätzlich die USBV-Entschärfer des Landeskriminalamtes Nordrhein-Westfalen an. Mit USBV sind zum Beispiel selbst gebastelte Bomben und Bransätze gemeint. Bevor diese mit Ihrer Arbeit beginnen konnten musste der Bahnhofsvorplatz  vollständig geräumt werden. Die Bundespolizei sperrte den hinteren Bereich des Bahnsteiges 1 ab, um zu verhindern, dass Schaulustige zu viel von den Taktiken der Entschärfer erkennen konnten. Ein panzerähnlicher Roboter war jedoch circa 5 bis 10 Minuten vor dem Absperren des Bahnsteiges vor dem Gebäude zu erkennen.

Das Einsatzfahrzeug der Entschärfer
Das Fahrzeug der Entschärfer aus einer anderen Perspektive-Der Roboter ist sehr klein erkennbar

 

 

 

 

 

 

 

Der Bahnsteig 1 wurde kurze Zeit später durch die Deutsche Bahn geräumt und anschließend Gesperrt. Durch Mitarbeiter der Deutschen Bahn oder eines Subunternehemens wurde behauptet, dies sei auf Anweisung der Bundespolizei gewesen. Auf Nachfrage wurde jedoch vom Dienstgruppenleiter der Bundespolizei bestätigt, dass sich die Sperrung auf den hinteren Bereich beschränkte.

Das Verwaltungsgebäude wenige Minuten nach der Aufhebung der Sperrung

Die Spezialisten des LKA konnten jedoch hier schnell Entwarnung geben, bei dem Gegenstand handelte es sich um einen Schuhkarton aus dem Drähte hervorkamen. Die Sperrung wurde gegen 14:50 aufgehoben.

 

Diese Sperrung war im übrigen nicht die erste am heutigen Tag. Laut Informationen der AZ musste der Aachener Hauptbahnhof am gestrigen Abend gegen 22:30 wegen einem herrenlosen Koffer in einem Zug gesperrt werden. Hier kam ein Entschärfungstrupp der Bundespolizei mit einem mobilen Röntgengerät zum Einsatz. Das verdächtige Gepäckstück stellte sich als Fall für das Fundbüro heraus.

Hier der dringende Appell der Redaktion weder Kartons mit heraushängenden Kabeln in Ämter zu befördern noch Koffer einfach stehen zu lassen. Für Sie als Verursacher können erhebliche Kosten entstehen (Stundenlöhne der Einsatzkräfte, Kosten für Materialaufwand, Entschädigungsansprüche von Verkehrsunternehmen…), da kommt sehr schnell einiges zusammen.

Redaktion: Leo M. Schmelcher

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