Die Älteren mögen sich noch an Zeiten erinnern, bei denen Streitigkeiten zwischen Testosteron gelenkten Jugendlichen mittels Faustkampf ausgetragen wurden. Am Mittwoch (23.02.2022) gegen 14:15 Uhr mussten die Beamten der Alsdorfer Polizei jedoch feststellen, dass man zur Konfliktbewältigung wohl zwischenzeitlich größere Geschütze auffahren muss.

Bei einer Schlägerei zwischen zwei Jugendlichen in der Elisabethstraße konnten die Polizisten noch einen leicht lädierten Beteiligten aufgreifen. Zeugen hatten die Einsatzkräfte alarmiert. Bei der Durchsuchung des 17jährigen aus Alsdorf staunten die Beamten nicht schlecht – eine originale Handgranate findet man nicht allenthalben. Auch wenn das Relikt, ein Erbstück des Großvaters, unbrauchbar gemacht worden war, konnte man es von einer scharfen Waffe nicht unterscheiden. Wie schon der skurrile Fund an sich, klingt auch die Begründung des Jugendlichen seltsam: die Attrappe sollte als Verteidigung dienen, wenn man ihn mit Messern o.ä. angreife.

Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Nach seinem Kontrahenten wird gefahndet. (And.)

Quelle: Polizei Aachen

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