Um 00:38 Uhr ging bei der Leitstelle der Feuerwehr ein Notruf über ein Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Stolberger Straße ein, unweit der Feuer- und Rettungswache 1 der Feuerwehr Aachen. Da die Verrauchung im Treppenhaus so extrem war, wurden in dem Gebäude noch vermisste Personen vermutet, weshalb man die Wache 1 der Berufsfeuerwehr mit dem Alarmstichwort „F-SOS-Menschenleben in Gefahr“ alarmiert. Innerhalb weniger Sekunden rückten diese mit dem ELW 1, HLF 1, HLF2, HAB1, GW-A, NEF und mehreren RTW aus. Zusätzlich wurde auch der Löschzug Mitte (13) per Zugalarm mit alarmiert, woraufhin diese mit dem LF10, LF20, LF20KatS und MTF zur Einsatzstelle fuhren.

Beim Eintreffen der Berufsfeuerwehr hatten bereits mehrere Bewohner das Gebäude selbstständig verlassen können. Jedoch wurden immer noch Personen in dem Gebäude vermisst. Sofort ging der Angriffstrupp zur Menschenrettung über. Dabei konnten noch vier weitere Bewohner gerettet werden, die durch eine massive Versuchung im Treppenhaus nicht mehr die Wohnung verlassen konnten. Die vier Verletzten erlitten dabei eine Rauchgasvergiftung und, weshalb diese von den Rettungskräften gesichtet wurden und in umliegende Krankenhäuser verteilt wurden. Dabei stelle sich heraus, dass eine der vier Personen etwas schwerer Verletzt worden war. Diese verweigerte jedoch die weiter ärztliche Behandlung.

Nachdem fest stand, dass sich keine weiteren Personen mehr im Gebäude aufhielten, begann die Feuerwehr mit dem Löschangriff. Dabei konnte eine stärkere Rauchverbreitung in andere Wohnungen insoweit verhindert werden, dass die Bewohner auch nach Beendigung des Einsatzes wieder in die eigenen Wohnungen zurückkehren konnten.
Dies ist unteranderem möglich durch die permanente Lüftung, sowie das setzten eines Rauchvorhanges.

Der Rauchvorhang ist ein Gerät, welches in den Türrahmen geklemmt wird, und mittels eines LKW-Planen ähnliches Stoffes den gesamten Türbereich ausfüllt. Dadurch wird verhindert, dass sich der giftige Rauch auch in andere Abschitte von Gebäuden verteilen kann.

Nach dem der Brand erfolgreich gelöscht werden konnte, hat man am Ende die Wohnungen ausführlich entraucht und belüftet.
Der Einsatz hielt 2,5 Stunden an und konnte nachher an die Polizei Aachen übergeben werden. Die Bewohner des Hauses konnten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Brandwohnung jedoch war nicht mehr bewohnbar.

Die Polizei ermittelt zur Zeit die Brandursache und geht dabei nicht von einem technischen Defekt aus.

Vor Ort waren mehr als 56 Einsatzkräfte im Einsatz. Darunter die Wache 1, der Löschzug Mitte, der Rettungsdienst mit Notarzt und die Polizei Aachen.

Quelle: Pressestellen FW und Pol Aachen
Redaktion: L.Sinning (Blaulicht Aachen)

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