Am Dienstagabend, den 25.01.2022, wurde die Feuerwehr der Stadt Alsdorf gegen 19:58 Uhr zu einem Dachstuhlbrand in den Stadtteil Alsdorf – Begau alarmiert. Neben der hauptamtlichen Wache rückten Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr aus den Löschzügen 2 und 3 zur Einsatzstelle in der Michaelstraße aus.

Aufgrund der Vielzahl an Notrufen und der gemeldeten Lage wurden nur wenige Minuten später auch die letzten verfügbaren Einheiten des Löschzuges 1 der Freiwilligen Feuerwehr zur weiteren Unterstützung nachalarmiert.

Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich das Meldebild. Im rückwärtigen Bereich des Mehrfamilienhauses brannte der Dachstuhl. Hohe Flammen schlugen aus der Dachhaut und dichter Brandrauch stieg in den Himmel auf. Glücklicherweise konnten sich alle anwesenden Bewohner frühzeitig und unverletzt ins Freie retten, sodass der Fokus der weiteren Einsatzmaßnahmen auf die Brandbekämpfung gelegt werden konnte.

Über die Aachener Leitstelle wurde der Gerätewagen Atemschutz der Städteregion Aachen angefordert, um den hohen Bedarf an Ausrüstung decken zu können. Mehrere Angriffstrupps rüsteten sich zeitgleich aus. Über das geöffnete Garagentor gelangten die Einsatzkräfte in den Gartenbereich, von dort aus ein Löschangriff unter Vornahme eines C-Rohres eingeleitet wurde. Parallel wurde die Drehleiter in Stellung gebracht. Ein zweiter Trupp bekämpfe die Flammen unter Vornahme eines B-Rohre über den Drehleiterkorb, während ein weiterer Trupp im Innenangriff vorging.

Eine zweite Drehleiter aus Eschweiler wurde vorsorglich in einen Bereitstellungsraum beordert, die jedoch aufgrund der schnellen Wirkung des Löschangriffs nicht tätig werden musste. Dank des schnellen Vorgehens konnte eine Brandausbreitung auf den kompletten Dachstuhl verhindert werden. Nach rund 45 Minuten wurden die Nachlöscharbeiten eingeleitet, die jedoch unter erschwerten Bedingungen stattfinden mussten. Da die Dachhaut von außen nicht geöffnet werden konnte, mussten sich die Einsatzkräfte von Innen heraus vorarbeiten. Mit Einreißhaken konnten sie sich Stück für Stück vorarbeiten. Um bis zum First vordringen zu können, musste die Absturzsicherungseinheit der Feuerwehr tätig werden, da Teile der Dachkonstruktion aufgrund der enormen Hitzeentwicklung nicht mehr tragbar waren.

Nach rund drei Stunden war der Einsatz für den Großteil der Alsdorfer Feuerwehr beendet. Rund 14 Einsatzfahrzeuge mit rund 60 Einsatzkräften waren neben Einheiten der Polizei vor Ort. Für die angeordnete Brandwache verblieben Einheiten des Löschzuges Hoengen weitere zwei Stunden vor Ort. Die Einsatzstelle wurde abschließend der Kriminalpolizei übergeben. Das Zweifamilienhaus ist nach ersten Erkenntnissen unbewohnbar. Die Bewohner kamen bei Angehörigen und einem nahegelegenen Hotel unter. Angaben zur Schadenshöhe können seitens der Feuerwehr nicht gemacht werden.

Quelle: Feuerwehr Alsdorf

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