Um 15:23 Uhr am Dienstagnachmittag wurde die Feuerwehr Würselen durch einen Passanten zu einem Brand in die Gouleystraße gerufen. Bereits auf der Anfahrt erreichte die Wehrleute die Information, dass noch eine Person vermisst wurde. Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang dichter Brandrauch aus einer Parterrewohnung des dreigeschoßigen Wohnhauses.

Unverzüglich gingen zwei mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Trupps zur Menschenrettung vor. Nach kurzer Zeit konnte der männliche Bewohner leblos aufgefunden und ins Freie verbracht werden. Eine sofort eingeleitete Reanimation durch den Rettungsdienst und Notarzt blieben leider ohne Erfolg. Aus dem ersten Obergeschoß wurde eine Bewohnerin mittels Fluchthaube über das Treppenhaus gerettet. Sie blieb unverletzt.

Zunächst wurde der Sohn des Bewohners in der Brandwohnung vermutet. Dieser traf jedoch später ein und wurde durch den Rettungsdienst und die Notfallseelsorge betreut.

Das Feuer im Wohnzimmer der Brandwohnung konnte schnell gelöscht werden. Jedoch waren umfangreiche Nachlöscharbeiten (Ablöschen von Glutnestern etc.) unter Atemschutz erforderlich. Um genügend Atemschutzgeräte zur Verfügung zu haben wurde der in Würselen von der Städteregion stationierte Gerätewagen „Atemschutz“ zur Einsatzstelle beordert.

Nach rund zwei Stunden war der Einsatz der Kräfte der Feuerwache sowie der Löschzüge Würselen-Mitte, Bardenberg und Broichweiden unter der Leitung von Wehrführer Patrick Ameri beendet. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Axel Johnen machte sich vor Ort ein Bild der Lage. Die anderen Bewohner des Hauses blieben körperlich unverletzt. Sie konnten ihre durch die Brandentwickelung nur gering oder gar nicht betroffenen Wohnungen nach Ende der Löscharbeiten wieder betreten.

Die Kriminalwache der Polizei Aachen übernahm die Spurensicherung vor Ort. Das zuständige Kriminalkommissariat hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Fremdverschulden wird nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen.

Der Brand und die daraus resultierende Straßensperrung führten zu massiven Verkehrsstörungen im Berufsverkehr.

Redaktion: Leo M. Schmelcher

Bilder: Feuerwehr Würselen

Von admin

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